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Endometriose und Unfruchtbarkeit-so gehst du mit dem Gefühlschaos um!

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„Hallo Körper! Wir hatten ein paar OK Jahre zusammen. Aber wenn ich ehrlich bin, war der Grossteil unserer gemeinsamen Zeit ziemlich beschissen! Darum möchte ich die Scheidung! Ich bin fertig mit dir!“

Während ich das so schreibe, muss ich schmunzeln. Fakt ist aber, daß ich mich über die Jahre sehr oft mit meinem Körper so, oder so ähnlich unterhalten habe. Meistens in Gedanken. In besonders schlimmen Zeiten aber auch etwas lauter.

Leidest du wie ich an Endometriose? 

Befindest du dich gerade im Kampf gegen die eigene Unfruchtbarkeit? 

Oder liegt der Kampf eventuell schon hinter dir?

Wenn du diesen Beitrag gefunden hast, geh ich davon aus, daß du diese Zwiegespräche vielleicht auch kennst.

Der Körper, der eigentlich normal funktionieren sollte, ohne Schmerzen, ohne Komplikationen, ohne Widerworte, der spielt plötzlich total verrückt. Der muckt auf einmal auf wie ein störrischer Teenager!

Alle anderen Frauen in deinem Umfeld, vorausgesetzt natürlich, sie sind nicht gerade schwanger, beklagen sich während ihrer Periode mal über Müdigkeit oder das ein oder andere Ziehen.

Darüber kannst du nur lachen! 

Logischerweise wünscht man niemandem etwas Schlechtes, aber was du da von deinem weiblichen Bekanntenkreis zu hören bekommst, ist in deiner Welt einfach nur Pillepalle! Während die anderen sich mit einem Wärmfläschchen auf dem Bauch ne Liebesschnulze reinziehen, erlebst du Monat für Monat deine eigene persönliche Ausgabe von Mortal Kombat!

Deine Freundinnen werden reihenweise schwanger. Entfernte Bekannte werden schwanger. Frauen, die du nicht mal kennst werden schwanger.

Und dann auch noch oft, ohne es überhaupt gezielt versucht zu haben.

Als ob es das Einfachste und Natürlichste überhaupt wäre!

„Mensch, ich weiss gar nicht wie das jetzt einfach so passieren konnte! Also wir wollten ja schon, aber gleich so schnell…“.

Du stimmst in ihr Gekicher ein, aber am liebsten würdest du ihnen ins Gesicht springen!

Du bist nicht schwanger! Und wenn du Pech hast, wirst du es vielleicht auch niemals sein! Einfach und natürlich? Nicht in deinem Universum.

Puh, da kann man dann schonmal ein gestörtes Verhältnis zu seinem Körper bekommen! Da gibt es Augenblicke, in denen man die eigenen Eierstöcke (insofern man noch welche hat) nicht so geil findet. In solchen Momenten sind dein Uterus und du auch nicht unbedingt „Best Friends“!

Ich hab das alles durch! Wobei, so ganz stimmt das auch nicht. 

„Durch“ bin ich da leider noch lange nicht. Ich befinde mich in meinem persönlichen Prozess der Verarbeitung, des Annehmens und der Akzeptanz. Für mich und meinen Körper!

Das heisst natürlich nicht, daß ich bei jeder Schwangerschaftsverkündung jubelnd durch den Raum tanze und für die Glückliche in Gedanken schon den Babyshower plane! Oh nein!

Ich kämpfe nach wie vor regelmässig mit tausenden von Emotionen!

Ich schwanke zwischen Selbstmitleid und Wut, zwischen tiefer Trauer und erzwungenem Optimismus. 

Der grösste Teil meines Weges liegt hinter mir, zumindest hoffe ich das! Aber du stehst vielleicht noch ganz am Anfang und hast viele offene Fragen zum Thema Endometriose oder unerfülltem Kinderwunsch. 

Vielleicht hast du aber auch schon zu viele Infos intus und bist einfach nur noch verunsichert wie du mit allem alleine umgehen sollst.

Wie kriegst du jetzt am besten den Kopf wieder frei? Welche Strategien gibt es, um dich und deine umherschwirrenden Gefühle wieder auf Kurs zu bringen?

Ich habe erst kürzlich das Schreiben für mich wiederentdeckt.

Als junges Mädchen hatte ich immer ein Tagebuch und hab es auch regelmässig genutzt. Meine Tagebücher hatten sogar Namen! Meistens ging es bei den Einträgen um Jungs oder wie unglaublich unfair meine Mutter zu mir war 😉

„Liebes Tagebuch! Heute war ein beschissener Tag! Die Mama hat mir verboten zu Michi`s Party zu gehen. Die is sooooo nervig!!“

Herrlich! Die Probleme einer 13-Jährigen.

Mir ist aufgefallen, daß das Schreiben mir Klarheit bringt. Wenn ich einen Gedanken oder ein Gefühl schwarz auf weiss vor mir sehe, kann ich besser loslassen und mich davon befreien. Manchmal führt mich das Schreiben auch in eine Richtung, von der ich vorher noch gar nichts geahnt habe. 

Es ist so, wie wenn man los spaziert und nur die ersten paar Hundert Meter der Strecke kennt.

Alles was danach kommt ist eine Überraschung, die einem aber nur offenbart wird, wenn man sich auf den Weg macht.

Darum meine Liebe, trau dich zu schreiben. Fang einfach an! Es geht dabei auch nicht um Perfektion. Das was dabei herauskommt ist nur für dich bestimmt. Für niemanden sonst.

Hier sind 7 Vorschläge, die dir den Anfang etwas leichter machen.

  1. Schreib einen positiven Brief an deinen Körper

Wie schon oben erwähnt sind wir oft in einem Strudel aus Selbstverachtung und Selbsthass gefangen. Unser Körper ist unser Feind. Er arbeitet gegen uns, greift uns an, Tag für Tag. 

Wenn ich nicht gerade zu müde und ausgelaugt war, dann war ich unglaublich wütend. Wütend auf mich, auf meinen Körper, weil meine Schmerzen mich davon abhielten ein normales Leben zu führen. Weil meine Gebärmutter es nicht zustande brachte einen Embryo zu behalten.

Wie schwer kann es denn sein??

Ich brauchte einen frischen Start, einen Neuanfang.

„Darf ich vorstellen: 

Andrea-dein Körper, Körper-Andrea. 

So, und jetzt schüttelt euch die Hände und seid lieb zueinander!“

Kurz nach meinem zweiten Abgang hatte ich ein Gespräch mit einer sehr interessanten Frau. Sie fragte mich wie ich mir meinen Uterus vorstellte. War dieser Ort in meinen Gedanken ein Ort an dem sich ein Baby wohlfühlen würde? War es dort warm und weich und gemütlich? 

Alles, was ich in diesem Moment sah war Dunkelheit. Dresden`45, eine Ruinenlandschaft.

Da wurde mir erst das ganze Ausmass meiner negativen Einstellung zu mir selber bewusst.

Findest du dich da wieder? Es ist an der Zeit, daß du deinen Körper wieder neu schätzen lernst. Daß du ihn für seine Leistungen, seine Kraft und Ausdauer anerkennst.

2. Gibt es Dinge, die du kontrollieren kannst?

Hilflosigkeit ist sicherlich eines der Gefühle, das mich auf meinem Weg mit der Endometriose und der eigenen Unfruchtbarkeit immer begleitet hat. Diese Opferrolle, in die man reinschlittert, ohne es zu wollen.

Aber sind wir WIRKLICH so hilflos?

Klar, ich kann mir nicht einfach neue Eierstöcke wachsen lassen, aber es gibt Dinge, die alleine in meiner Kontrolle liegen. 

Mach dir eine Liste.

Ich glaube fest an die Macht der eigenen Gedanken und wie wichtig eine positive Lebenseinstellung im Umgang mit Schmerz und Misserfolg ist.

Ich weiss auch, daß meine Ernährung ein unglaublich wichtiger Faktor ist, den ich kontrollieren kann. Ich bin verantwortlich dafür, was in meinen Körper wandert und was nicht. Dementsprechend kontrolliere ich auch die körperlichen Auswirkungen.

Darm an Andrea:

„Du ballerst dir kurz vor deiner Mens einen Zwiebelkuchen rein? Echt jetzt?“

Wichtige Tipps bezüglich Ernährung bei Endometriose findest du HIER.

Komm raus aus der Opferrolle!

Schreib dir auf, welche Aspekte deines Lebens von DIR beeinflusst werden, nicht von deiner Krankheit oder deiner Diagnose.

3. Deine Wohlfühloase

Wie sieht dein persönlicher perfekter Ort aus? Was macht ihn gemütlich und einladend? Wie fühlt es sich dort an?

An diesem Ort hast du alles was du brauchst um zu heilen. Dorthin kannst du dich jederzeit zurückziehen. Es ist dein „Safe space“.

Ich fand es früher immer seltsam, mir einen Ort vorzustellen, der nur in meinen Gedanken und auf einem Blatt Papier existiert. Wenn man sich aber darauf einlässt, kann es sein, daß man eine dieser besagten Überraschungen erlebt, die man nicht erwartet hat.

Wenn du weisst, was dir gut tut, dann weisst du im Umkehrschluss auch, was dir nicht gut tut.

Du wirst beim Schreiben vielleicht realisieren, daß du dich in einem Umfeld befindest, das so gar nicht mit dem Ort in deiner Vorstellung übereinstimmt.

Das gibt dir wiederum Raum für Veränderung und Verbesserung.

Und einen Grund die Wohnung umzudekorieren 😉

„Schatz, ich bin dann mal schnell bei Ikea Teelichter kaufen…mit deiner Kreditkarte!“

4. Wo genau brennt es momentan am Schlimmsten?

Körperliche Schmerzen lassen sich in der Regel relativ schnell zuordnen. Falls das bei dir nicht so ist, hast du noch einen Grund mehr, dir Gedanken über diesen Punkt zu machen. Manchmal tun wir dann instinktiv etwas, um uns schnell besser zu fühlen. 

Versuch mal etwas rationaler an die Sache ranzugehen. 

Wo genau im Körper treten deine Schmerzen auf, und was tust du, um sie zu lindern?

Welche anderen Möglichkeiten gibt es, um dich dabei zu unterstützen?

Schreib alles auf, was dir in den Sinn kommt.

Nicht vergessen, du bist ja mittlerweile nicht mehr auf Kriegsfuss mit deinem Körper.

Vielleicht kennst du diese Tage, an denen du einfach emotional ausgelaugt bist. Schmerztabletten oder die gut bewährte Wärmflasche helfen dann vielleicht eher nicht so.

Was ist es dann für dich? Vielleicht Yoga? Die richtige Musik?

Ich habe seit kurzem Aromaöle für mich entdeckt! Da gibts gefühlt für jede Lebenslage ein anderes. Von „Lebensfreude“, über „Entspannung“ bis hin zu „Stimmungshoch“. 

Durch mein Human Design weiss ich mittlerweile, daß Gerüche mich extrem triggern. Sowohl positiv als auch negativ. Also nutze ich dieses Wissen zu meinem Vorteil.

Ich warte nach wie vor auf die „Nervender Ehemann“ Aroma-Mischung 😉

Ach, und die Diffuser sind auch sehr hübsch!

5. Was ist dein nächster Schritt?

„Frau Hirsch, bei Ihnen siehts untenrum leider gar nicht gut aus. Ich musste den linken Eierstock und Eileiter entfernen. Die Endometriose hat ziemlich gewütet. Am besten werden Sie jetzt so schnell wie möglich schwanger!“

Ähm ja….

„Frau Hirsch, eine künstliche Befruchtung mit eigenen Eizellen ist bei Ihnen leider nicht mehr möglich. Der übrige Eierstock ist durch eine Endometriose Zyste komplett ausgefüllt. Da gibt’s keinen Platz für Wachstum. Entfernen ist zu gefährlich. Sie werden leider keine eigenen genetischen Kinder haben können.“

Klirrrrrrrr…da liegt der Scherbenhaufen deiner Träume!

Sammel den mal auf und mach was Schönes damit!

Die Zeit unmittelbar nach so einer Diagnose ist gelinde ausgedrückt scheisse!

Falls der Kopf nicht komplett leer ist, ist er randvoll mit widersprüchlichen Gefühlen und Informationen.

Man schaut eher zurück als nach vorne. Was hätte ich anders machen können? Wann hätte ich merken müssen, daß etwas schiefläuft? Wenn ich früher mit einer Behandlung begonnen hätte…

Gedanken über die nächsten Schritte erscheinen da einfach unglaublich angsteinflössend.

Aber genau da musst du jetzt hin!

In die Zukunft. 

Es bringt nichts in der Vergangenheit rumzukramen oder im Jetzt auf der Stelle zu treten. Leck deine Wunden und dann schreib auf welche Optionen du als nächstes hast.

Möchtest du dir in einem Endometriose Zentrum eine Zweitmeinung holen?

Was passiert bei einer künstlichen Befruchtung genau und welche Kinderwunschklinik bietet sich an?

Kommt eine Eizellspende in Frage?

Wenn ihr euch entschliesst kinderlos zu bleiben, welche Art von Hilfestellung brauchst du für dich persönlich um deine neue Rolle als Frau annehmen zu können?

Du bist nur dann hilflos und ohne bestimmte Richtung, wenn du passiv bleibst.

Indem du deinen nächsten Schritt auf Papier bringst, tust du etwas wahnsinnig Wertvolles:

Du begibst dich in die Eigenverantwortung.

6. Welche Art von Unterstützung wünschst du dir auf deinem Weg?

Unterstützung sieht ja für jeden ein bisschen anders aus. 

Eine unheilbare chronische Erkrankung zu haben, unfruchtbar zu sein, das sind Dinge, die einen von Grund auf eh schon isolieren. Bist du ein Mensch, der andere um sich rum braucht, um sich auszutauschen? Oder ziehst du dich eher in dein Schneckenhaus zurück und lässt niemanden mehr an dich ran?

Unterstützung kann einerseits von aussen kommen, sprich deinem Umfeld, oder von innen, von dir selbst. 

Die Menschen mit denen du dich umgibst, bilden ein superwichtiges emotionales Support System für dich. Sie geben dir den Halt, den du brauchst um die richtig schlimmen Tage zu überstehen.

Hast du diese Unterstützung?

Umgibst du dich mit Menschen, die deine Krankheit ernst nehmen? 

Was wünschst du dir von deinem Partner, falls du einen hast? 

Wer hört dir stundenlang zu? 

Können die Menschen, die dir nahestehen es richtig einordnen, wenn du dich mal eine Weile nicht bei ihnen meldest?

Falls nicht, wo findest du die Unterstützung, die du brauchst um auf deinem Weg voranzukommen?

Social Media? Facebook Gruppen?

Dein Umfeld ist wichtig! Aber noch viel wichtiger bist du selbst!

Du musst dein eigener grösster Cheerleader sein!

Du musst dich selbst anfeuern, wenn dich die nächste Schmerzwelle flachlegt. 

Du musst dein eigener verdammter Groupie sein, wenn die Arbeitskollegin ihren wachsenden Babybauch im engen Shirt präsentiert!

Wie schaffst du das? Was brauchst du dafür?

Für mich war Human Design ein extrem wichtiger Wegbegleiter. 

Vor allem in der Frage wie weit ich bereit bin für unseren Kinderwunsch zu gehen. Ich habe dabei wahnsinnig viel über mich selbst gelernt. Was mich einzigartig macht, wie ich meine Energie am besten einsetzen kann, wie ich funktioniere, was mich triggert, sowohl bewusst, als auch unbewusst. 

Und wie ich Entscheidungen treffe.

Am Ende hat mir Human Design geholfen, die schwierigste Entscheidung meines Lebens zu treffen!

7. Was macht dich stolz?

Der Weg bis Endometriose überhaupt diagnostiziert wird, kann sich schon über Jahre hinziehen. Ein langer und beschwerlicher Weg. 

Dann kommt noch der Kampf um eine funktionale Schwangerschaft dazu. Ständiges Hoffen und Bangen, die Hormonbehandlungen mit Spritzen und Zäpfchen für sämtliche Körperöffnungen, die Enttäuschung Monat für Monat. Die Babys die du vielleicht auf dem Weg verloren hast. 

Man fühlt sich irgendwann wie eine komplette Versagerin.

Wenn einem dann noch die Fruchtbarkeit aberkannt wird, die Essenz des Frau-seins, das wofür unsere Körper gemacht wurden, dann kann man schonmal den wahren Sinn des eigenen Lebens hinterfragen.

„Ok, Mutter werde ich also nicht werden. Was dann? Prinzessin vielleicht?“

Ich sage dir, „Au contraire“, meine Liebe!! Genau das Gegenteil ist der Fall!! 

Bevor du irgendwas anderes machst, nimmst du jetzt deine Hand, und klopfst dir erstmal richtig fest auf die Schulter!

Falls du noch Feuerwerk vom letzten Silvester im Keller hast, wäre jetzt der richtige Moment es abzulassen! Werde dir doch bitte bewusst, was du die letzten Monate und Jahre alles geleistet hast. Was du alles geschafft und überwunden hast.

Worauf bist du am meisten stolz?

Schreib es auf und feier dich dafür!

Du hast es verdammt nochmal verdient!

Hier findest du die gesamte Liste für dich als PDF 🙂

Für weitere Anregungen zu den Themen Endometriose, künstliche Befruchtung, Eizellspende und Unfruchtbarkeit kannst du mich auch gerne auf meiner Webseite www.woman-unchained.com besuchen!

Alles Liebe,

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