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Laparoskopie-trau dich diese wichtigen Fragen zu stellen!

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Vor meiner ersten Laparoskopie war ich relativ unwissend!

Man könnte sagen ein OP-Tisch Neuling!

Naja, von nichts kommt ja bekanntlich nichts!

Ausserdem war ich ja ursprünglich nur für eine Zysten Entfernung eingewiesen worden.

Aber so wie das ja oft in Krankenhäusern passiert-man verlässt den Laden mit mehr Problemen als vorher.

Meine Zyste war ich zwar losgeworden, aber dafür war ich jetzt Endometriose Patientin!

Insgeheim war ich ja erleichtert und ein ganz kleines bisschen freute ich mich sogar darüber!

Gratulation! Du warst nicht gaga all die Jahre! Du hast dir diese Schmerzen nicht eingebildet! Die haben sogar einen Namen dafür gefunden!“

Als ob man sich sowas einbilden könnte!

Der Eingriff selbst war relativ unspektakulär. Vor allem im Hinblick auf das, was noch folgen sollte.

Nach der Bauchspiegelung, ist vor der Bauchspiegelung!

Falls du jetzt gerade denkst: “Willkommen in meinem Leben“, solltest du unbedingt weiterlesen!!

Falls deine erste Bauchspiegelung erst ansteht, umso wichtiger!

Wie du ja sicherlich schon weisst, ist Endometriose eine chronische Erkrankung! Unheilbar! Ziemlicher Mist, ich weiss!

Feststeht, wenn die Herde Schmerzen auslösen und das alltägliche Leben verhindern oder beeinträchtigen, oder sogar das Risiko besteht, daß andere Organe geschädigt werden, dann muss das Zeug raus!

Lieber früher als später!

Immer wieder lese ich in diversen Endometriose Foren Dinge wie:

Seit vielen Jahren bin ich mindestens zehn Tage des Monats ausser Gefecht, weil meine Schmerzen so stark sind! Was macht ihr dagegen? Ich will unbedingt eine Bauchspiegelung vermeiden! Habe solche Angst davor!“

Also ich persönlich finde Vollnarkosen ja toll!

Ja ich weiss, ist ein bisschen psycho…

Finde es entspannend so langsam wegzudämmern.

Das Aufwachen dagegen ist nicht so angenehm.

Ok, ich schweife ab. Zurück zum Thema.

Ich kann verstehen, daß viele Frauen Angst vor einem solchen Eingriff haben. Aber ganz ehrlich, die Alternative kann noch viel schlimmer sein, ohne daß man etwas davon ahnt.

Was ich auch noch oft lese ist folgendes:

Vor einem Monat hatte ich meine 7. Bauchspiegelung innerhalb der letzten drei Jahre. Die Schmerzen sind schon wieder zurück. Wie kann das sein? Mein Arzt rät mir von einem erneuten Eingriff ab, aber wie soll es dann weitergehen? Hilfe!“

Wie krass ist das denn bitteschön?

Bei meinen Recherchen für diesen Beitrag bin ich auf etwas gestossen, das der Grund für diesen «Bauchspiegelungsmarathon» sein könnte.

Dazu aber später mehr!

Zwischen meinen beiden Eingriffen lag ziemlich genau ein Jahr.

Nachdem ich meine Diagnose erhalten hatte, eröffnete mir mein Frauenarzt, einfühlsam wie immer, seine Meinung zu meiner Situation:

„Also Frau Hirsch, Sie wissen ja, bei Ihnen untenrum…Minenfeld. Gar nicht gut! Sie haben jetzt drei Möglichkeiten: Schwanger werden, und zwar ratzfatz, Einleitung der verfrühten Wechseljahre, oder hormonelle Therapie. Was soll es denn sein?“

Schön oder? Wie wenn man sich Balkonpflanzen aussucht oder `ne neue Tapete.

Nachdem mein Mann und ich unsere Familienplanung noch nicht mal gestartet, geschweige denn abgeschlossen hatten, kam für uns also nur die erste Möglichkeit in Frage.

Ich spule dann jetzt mal ein Jahr vor.

Es geht ja in diesem Beitrag nicht um erfolglosen Beischlaf. Erfolglos im Bezug auf eine Schwangerschaft natürlich 😉

Während unserem Griechenland Urlaub fiel mir immer häufiger auf, daß ich Schmerzen auf der linken Seite in Höhe der Niere hatte.

Zuerst dachte ich Rückenschmerzen oder Muskelkater. Vor allem in Hotelbetten kann man sich ja schnell mal „verlegen“.

Aber das war es nicht und ich ahnte schon Schlimmes.

Insgeheim war mir klar, daß sich da die Endometriose zurück meldete.

„Sooo junges Fräulein, ein Jahr Erholung sollte ja definitiv genug gewesen sein! Wir wollen es mit der schmerzfreien Zeit auch nicht übertreiben, sonst gewöhnst du dich noch dran!“

Ähm ja, mein Körper und ich sprechen schon viele Jahre miteinander!

Zurück beim Gynäkologen meines Vertrauens wurde mein Verdacht dann leider recht schnell bestätigt!

Pämmmm!

Einmal mit der flachen Hand direkt auf die linke Niere geklatscht und schon war der Fall klar!

Während ich noch vor sowohl Überraschung als auch Schmerzen zusammenzuckte…

„Ja Frau Hirsch, is`die Niere!“

Man muss ihn einfach toll finden!

Die nächste Anlaufstelle war dann der Urologe, der mir erklärte, daß sich Flüssigkeit in meiner Niere gestaut hatte, die nicht abfliessen konnte.

Ursache: Blockade des linken Harnleiters durch stark vergrösserten Ovar!

Mit anderen Worten: Grosser Endometriose Herd am linken Eierstock.

Das ist dann eben kein Spass mehr.

Schmerzen sind ja eine Sache, aber wenn auf einmal andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden und die Körperfunktion beeinträchtigt wird, das ist dann was anderes!

Mir wurde also ein vorläufiger Katheter gesetzt und ich wurde für meine nächste Op vorbereitet.

Dieses Mal sogar im Doppelpack, Frauenarzt und Urologe gemeinsam!

Frau Hirsch, wir versuchen`s erstmal durch den Bauchnabel. Das Risiko, daß der Platz nicht reicht um alles zu entfernen ist aber sehr gross. Was machen wir denn dann?

Warum wurde ich denn da überhaupt nach meiner Meinung gefragt??

„Na, dann müssen Sie wohl den Bauch aufmachen, oder?“

Na toll!

Da legt man sich unters Messer und weiss nicht ob es mit einer kleinen Öffnung im Bauchnabel getan ist, oder ob man mit einem kompletten Querschnitt wieder aufwacht.

Zack! Von einem Beckenknochen zum andern!

So kam es dann leider auch.

Der Eingriff dauerte 3,5 Stunden und weil ja der Bauch eh schonmal offen war, wurde direkt alles entfernt, was die Endometriose über die Jahre sonst noch so zerfressen hatte. Einschliesslich linkem Eierstock und Eileiter.

Meine beiden Operateure freuten sich wie Schneekönige!

„Frau Hirsch, wir haben uns grosse Mühe gegeben ihr Tattoo an der Leiste wieder genau passend zusammen zu nähen! Wir sind schon ziemlich zufrieden mit unserer Arbeit!“

Haha unglaublich!

Da waren sie mächtig stolz drauf!

Ich weiss, daß es wahnsinnig viele Frauen da draussen gibt, denen sich bei meiner Erzählung gerade der Magen umdreht.

Euch will ich die Angst nehmen!

Wie ihr seht, ist eine Operation manchmal das kleinere Übel!

Was wäre meine Alternative gewesen? 

Eben!

Der Heilungsprozess war eine Bitch! Es dauerte drei Monate bis ich wieder einigermassen auf den Beinen war!

Würde ich es wieder so machen? Ja, definitiv!

Ich persönlich habe seitdem Ruhe!

Nun liest hier aber vielleicht auch die ein oder andere Frau mit, die noch viel Schlimmeres durch hat!

Da sind die Grenzen nach oben ziemlich offen!

Ich sag nur: Künstlicher Darmausgang!

Oder die Frauen, bei denen die Anzahl der durchgeführten Operationen im zweistelligen Bereich liegt!

ZWEISTELLIG!!!

Wusstest du, daß es zwei unterschiedliche Arten der Entfernung von Endometriosegewebe gibt?

Die Abtragung oder das Herausschneiden.

Du siehst, ich werfe nicht mit medizinischen Fachausdrücken um mich 😉 

Gut verständlich muss es sein!

Bei der Abtragung wird lediglich die Oberfläche der betroffenen Zellen „abgebrannt“.

Ganz nice für den Anfang, aber was passiert mit den Zellen untendrunter? Richtig, die wachsen fröhlich weiter!

Nicht so geil!!

Das bedeutet also, daß im besten Fall alle der betroffenen Zellen entfernt werden müssen. Dazu muss leider auch tief geschnitten werden. Das verlängert den Heilungsprozess, aber die Chancen zukünftig erstmal op-frei zu bleiben, steigen!

Wenn bei dir also eine Laparoskopie ansteht, egal ob es die erste oder die 15. ist, dann sei nicht schüchtern und stell direkte Fragen!

Wie genau werden die Herde entfernt?

Welches Werkzeug wird dafür benützt?

Werden die Zellen abgebrannt oder herausgeschnitten?

Es geht hier schliesslich um deinen Körper. Und es ist auch dein Körper, der ein paar Monate später wieder auf dem OP Tisch liegt, wenn die falsche Methode angewandt wurde.

Ich persönlich hatte da Glück im Unglück.

Mein FA ist zwar relativ oft ein riesiger emotionaler Trampel, aber fachlich macht dem keiner was vor!

Wenn du dich medizinisch nicht so gut aufgehoben fühlst, dann such dir einen anderen Arzt oder geh in ein Endometriose Zentrum!

Ich habe einen Guide zusammengestellt, der viele Infos, Tipps und Know-how über Endometriose beinhaltet!

Der ultimative Anti-Endo Guide!

Hier gehts zum Gratis Download!

Erzähl mir von deiner Geschichte, wenn du Lust hast!

Hast du spezielle Fragen zum Thema Laparoskopie?

Lass mir doch einen Kommentar da, ich freue mich immer von dir zu lesen!

Bis dahin,

Alles Liebe,

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