Warum Human Design

„Andrea, was ist denn eigentlich deine Geschichte mit diesem Human Design? Wie kam es dazu?»

Als ich das erste Mal von Human Design hörte, war ich zwar schon neugierig genug mir meinen gratis Chart runterzuladen, aber noch nicht bereit dafür, mich komplett darauf einzulassen.

Die vielen Dreiecke und Kreise und Pfeile verwirrten mich und nach dem ersten kurzen Beschnuppern walzte dann auch der Alltag über meine Neuentdeckung.

Du kennst das bestimmt.

„Aha, das bin also ich. Ein Projektor. Muss ich dann später mal googeln. Wenn ich dann Zeit habe. So in einem Monat!»

Es wurde dann nicht nur ein Monat, sondern mehrere. Aber irgendwo in meinem Hirn, ganz hinten versteckt, hatte ich dieses Human Design Dings abgespeichert. Als hätte ich gewusst, daß es noch von sehr grosser Bedeutung für mich werden würde.

Und plötzlich fand ich mich an einem Punkt in meinem Leben, wo ich komplett verloren war.

Aufgeschmissen, überfordert, voll mit Emotionen, die meine Weltanschauung auf den Kopf stellten.

Ich wusste einfach nicht weiter.

Da war die bestätigte Unfruchtbarkeit.

„Frau Hirsch, die einzige Option ist eine Eizellspende!»

So als würde man jemandem empfehlen, seine Zündkerzen ersetzen zu lassen.

„Ist jetzt zwar zeitlich eher unpassend, aber hilft ja nix. Dann mach ich mal nen Termin in der Werkstatt!»

Da war die Frage nach der Art der Spende.

„Andrea, du hast jetzt zwei Optionen. Entweder du suchst deine Spenderin nicht selbst aus und vertraust darauf, daß die Frau einigermassen intelligent ist und nicht aussieht wie ein dicker Hobbit. Oder du suchst selbst eine Spenderin und musst dich damit anfreunden, daß dein zukünftiges Kind immer zwei Mütter haben wird. Dich und Frau Prag!»

Da war die vorangegangene Hormontherapie. Die Anpassung meines Zykluses mit dem der Spenderin. Mein Bauch, eingefärbt in Regenbogenfarben durch teilweise drei Spritzen an einem Tag. Zwei Abgänge und einer mit Verdacht auf Eileiterschwangerschaft.

„Echt jetzt?? Mein Eileiter ist geschrottet, aber bringt es trotzdem noch zustande einen eingesetzten Embryo aus der Gebärmutter zu saugen? Fuck my life!»

Da war auch diese Gefühl einer unendlich grossen Unsicherheit. Dieses Gefühl, im falschen Film zu sein. Dieses Gefühl, daß alles, was gerade passierte, irgendwie nicht richtig war.

Und die Worte, die man sich anfangs nicht mal traut zu denken. Worte, die man nicht zulassen will. Worte, die anfangs nur ein leises Flüstern sind. Sich aber mit der Zeit immer mehr in den Vordergrund drängen und gehört werden wollen.

Was wäre, wenn wir einfach nicht mehr weitermachen?

Was wäre, wenn ich den Therapieplan, mitsamt den Spritzen und Tabletten und Zäpfchen einfach in den Müll schmeisse?

Wenn wir die zwei übrigen Eisbabies einfach dort lassen? Im tschechischen Kühlschrank!

Anfangs undenkbar. Allein schon die Kohle, die wir dafür investiert hatten!

Dann irgendwann realistisch vorstellbar.

Wir wussten natürlich, daß diese Entscheidung den Lauf unseres Lebens für immer verändern würde.

Diese Entscheidung forderte alles von mir! Und das Schwierigste war, daß ich sie alleine treffen musste. Natürlich hatte ich meinen Mann an meiner Seite, aber es war MEIN Körper, in den fremdes Genmaterial eingepflanzt wurde. MEIN Körper, der die Nadeln und den Hormoncocktail tolerieren musste. MEIN Körper und MEINE Psyche, die die nächste Fehlgeburt verarbeiten mussten.

Ich brauchte Hilfestellungen, ich brauchte Unterstützung, ich brauchte die gute Fee, die mir die richtige Entscheidung ins Ohr flüsterte.

Und so kramte ich Human Design wieder hervor!

„Glaubst du, daß mir dieses Human Design helfen kann, diese Entscheidung zu treffen? Mehr Klarheit zu schaffen?»

Ich bat eine Freundin um Hilfe, von der ich wusste, daß sie sich schon tiefer mit Human Design auseinandergesetzt hatte. Schon kurz darauf flatterten mein Chart, diverse Erläuterungen und Erklärungen, meine individuelle Strategie und Hilfe zur Entscheidungsfindung auf mein Telefon.

Ich war begeistert und geflasht zugleich. Je mehr ich mich mit der Materie beschäftigte, desto tiefer und komplexer wurde es. Und je mehr ich über mich, meinen Typ, meine Energie, meine Einzigartigkeit und meine Aufgabe im Leben erfuhr, desto besser wusste ich, was ich zu tun hatte.

Die gute Fee hatte mich gefunden.

Am Ende habe ich mich gegen einen weiteren Versuch entschieden.

Nicht gegen ein Leben mit Kind per se, sondern gegen eine Eizellspende.

Auch nicht aus moralischen Gründen. Ich feiere die moderne Wissenschaft und freue mich für jedes Paar, das sich auf diesem Weg den Traum vom Kind erfüllen kann.

Für mich persönlich war dieser Weg aber einfach nicht der Richtige.

Dieses ungute Gefühl, das mich all die Monate begleitet, ja regelrecht verfolgt hatte, war die Reaktion meines Designs auf eine falsche Entscheidung, die ich direkt von Anfang an schon getroffen hatte. Die richtige Antwort war die gesamt Zeit da gewesen, ich hatte nur nicht hingehört.

Milz-Autoriät an Andrea: „Verdammt nochmal, jetzt hör mir doch mal zu!!! Nein hab ich gesagt, die Antwort ist NEIN!!! Ok, ich weiss, ich flüstere nur. Und manchmal melde ich mich auch nur für eine Milli-Sekunde, aber trotzdem-NEIN! Und jetzt geh und rette die Welt!»

Ja meine Liebe, ich bin absolut überzeugt davon, daß Human Design auch in deinem Leben mehr Klarheit schaffen wird. 

Du hast dich höchstwahrscheinlich auf meine Seite verirrt, weil du irgendeine Form von Mangel spürst. Weil du Antworten suchst.

Vielleicht magst du aber auch einfach nur meine Art von Humor und bist generell offen dafür, mehr über dich zu erfahren ;-)

Was auch immer der Grund sein mag, jetzt bist du hier!

Darum schau dich in Ruhe um und entscheide, ob dich eine Zusammenarbeit mit mir weiterbringen könnte.

Ich freue mich auf jeden Fall von dir zu lesen!

Alles Liebe,

Andrea